Hans Bethge: Nachdichtungen orientalischer Dichtungen
Reaktionen und Rezensionen:
| Dieter
Sattler in der Frankfurter Neue Presse vom 16. April
2005 zu Hafis: "Liebesverse statt Feindbilder" |
"Umso mehr Grund, sich mit diesen
einfühlsamen Hafiz-Nachdichtungen von Hans Bethge daran
zu erinnern, dass es zumindest in der Liebeslyrik keinen
Kampf der Kulturen gibt. " |
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Johannes U.
Lechner im
Marburger Forum Online, 2005, Heft 1 zu den Nachdichtungen der Verse des "Asiatischen Liebestempels" und der "Arabischen Nächte" |
"Was diese Welt eigentlich ausmacht, ihre
innerste Kraft, zeigt sich im Eros, aber er selbst ist
wiederum nur die Erscheinungsform eines noch Tieferen,
ja des Tiefsten überhaupt, nämlich des gestaltlosen
Gottes, der aber, und das ist das Ungeheure, in einem
"Tropfen Tau" ganz gegenwärtig ist. mehr:
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| Elena Maroufi.
Myliris – Seminare und Beratung, Oktober 2004: zu Hafis: "Hafis - das Wesen der Schönheit in Sprache gegossen!" |
"Frechheit und Frische, Erhabenheit und
Erregung, Liebe und Laster - das ganze Spektrum des
Lebendigen wird hier vor uns ausgebreitet, in
einer Sprache, deren Mut und Aktualität verblüfft. Denn
es handelt sich nicht etwa um Zeitgenössisches,
sondern um orientalische Lyrik des 14.
Jahrhunderts (nach christlicher Zeitrechnung), vor 100
Jahren nachgedichtet von einem deutschen Poeten.
Wer sich auf lyrische Weise dem Orient nähern möchte,
kann kaum einen besseren Einstieg finden! [...] Hier findet sich für Jeden etwas: erlesene Liebeslyrik, pointierte Gesellschaftskritik, tiefgründige Mystik. In der Nachdichtung Hans Bethges eignet sich Hafis sogar, Gedichte-Muffeln Lust auf Lyrik zu machen!" |
| Max Lorenzen, Marburger
Forum, Juli 2004: Zu Hafis und Omar Khayyam: "Die Macht des Weines. Zwei große persische Dichter im YinYang Media Verlag" |
"Hier ist in letzter Deutlichkeit die
Notwendigkeit des Rausches - für den Khayyam, wie Hafis
als Bild jeweils den Wein setzen - bezeichnet. Mit dem
Alltagsbewusstsein lässt sich der Liebe und Hass in sich
vereinende Gott, die Einheit des Gegensätzlichen als
gesteigertes Wesen des Seins, nicht begreifen. Beginnt
aber das Innere der Seele zu schwingen, so kann das
Auge, was sich doch immer schon zeigt, auch wahrnehmen.
Seine Blindheit findet in solchen Momenten ihr Ende." mehr:
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| Max Lorenzen,
Marburger Forum, Juli 2003: zur Indischen Harfe |
"Liest man die Nachdichtungen Bethges und
erinnert sich daran, dass er nur Prosatexte vor Augen
hatte, so glaubt man mit wachsender Bewunderung,
er habe den Ton dieser Lyrik kongenial getroffen." |
| Max
Lorenzen, Marburger Forum, Okt. 2002: zur Chinesischen Flöte, Sa'di der Weise und dem Türkischen Liederbuch |
"diese Gedichte, die... das Ergebnis
einer eigenartigen, ja einzigartigen Begegnung
verschiedener Kulturen und Epochen darstellten." mehr:
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| Karl-Ludwig Barkhausen,
Böhme-Zeitung Soltau, Okt. 2002: zur Biographie Hans Bethges von Eberhard G. Bethge |
"Ich schreibe Verse, da ich nichts
anderes kann" mehr:
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| Dagmar
Yu-Dembski, Das neue China 2001: zur Chinesischen Flöte |
"In Bethges zeitlos schönen
Nachdichtungen sind der lyrische Zauber und die
Musikalität chinesischer Poesie unverändert zu spüren.
Und so ist der Herausgeberin zu danken und zu hoffen,
dass viele Leser sich in dieser Ausgabe an der Schönheit
klassischer chinesischer Dichtkunst erfreuen werden."
mehr:
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| Hermann
Hesse, Münchener Zeitung 1907 zur Chinesischen Flöte |
"Ein erstaunliches Buch!"
mehr:
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| Jürgen
Dehl, Höchster Kreisblatt, 2001 zu allen Nachdichtungen |
"Wer unvoreingenommen die
Nachdichtungen liest (oder wie in diesem Falle:
hört), staunt über die Düfte und Stimmungen, die
Bethge einfing." mehr:
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| Professor
Henry-Louis de La Grange Gustav-Mahler-Biograph |
"Need I say the Bethges's poetry lies
very close to my heart."
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| Alma Mahler-Werfel Ehefrau Gustav Mahlers |
„Er“, (Dr. Pollak, ein Freund des
Hauses), „brachte mir die kostbarsten Leckerbissen,
Bücher, Noten. Und so kam er einmal mit Bethges
„Chinesischer Flöte“, einer Sammlung von Gedichten, vor
allem von Li-Tai-Pe. Die Gedichte entzückten mich, und
ich las sie Gustav Mahler immer wieder vor, bis er
daraus … „Das Lied von der Erde“ machte.“
mehr:
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*) Mit Überarbeitungen und Ergänzungen aus
dem Nachlaß Hans Bethges
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Zu "Die
chinesische Flöte", "Sa'di der Weise" und "Das
türkische Liederbuch" "...diese Gedichte, die... das Ergebnis einer eigenartigen, ja einzigartigen Begegnung verschiedener Kulturen und Epochen darstellten.(Max Lorenzen, Marburger Forum, Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart Jg. 3 (2002), Heft 5, Text komplett bei: (http://www.philosophia-online.de/mafo/heft2002-05/Bethge1_3.htm)) [..]
[...] Liest man die Nachdichtungen Bethges und erinnert sich daran, dass er nur Prosatexte vor Augen hatte, so glaubt man mit wachsender Bewunderung, er habe den Ton dieser Lyrik kongenial getroffen. Regenzeit (Kalidasa) "Beschwert von Blüten, beugen sich die Zweige / Der Bäume nieder, silberne Regentropfen / Glänzen darüber hin, ein schwüler Duft / Ergießt sich durch den feuchten Raum und bringt / Die Liebenden voll Sehnsucht zueinander." Die ganze Natur ist Zeugung. Der Regen
des Himmels und die Blüten der Erde lassen in ihrer
Vereinigung einen Duft entstehen, der wie das
erotische Stimulans schlechthin die Sehnsucht der
Liebenden bis in ein göttliches Übermaß steigert. Die
Sexualität der Menschen wird so zum Abbild eines
naturhaft-transzendenten Geschehens. Zweierlei Glück (Bhartrihari) "Glücklich die einen: die, dem Hang zur Welt / entsagend, aller Leidenschaften bar, / Nur der Erkenntnis Gottes hingegeben, / Die Tage ihrer Jugend in der Tiefe / Der heiligen Wälder still und fromm verbringen. // Glückselig auch die andern: die am Abend / Die lachende Geliebte, deren Brüste / Gleich hohen Urnen in die Lüfte starren, / Heiter umarmen und auf weichem Lager / Der Liebe ihres Seins Erfüllung sehn." Bhartrihari hat dieses gleiche Bedeuten von Gotteserkenntnis und wirklichem erotischen Erleben wohl gesehen, aber in seinem Hin- und Herpendeln zwischen klösterlicher Einsamkeit und Weltzugewandtheit doch nicht in Balance bringen können. Amaru spricht in "Glück" auf keineswegs häretische Weise aus, dass die Seligkeit der Liebe etwas Göttliches hat: "Auf lange leuchte dir das reizende / Gesicht des schlanken Mädchens: Beim Genuss / Der Liebe schweb es vor dir, eingerahmt / Von den in Unordnung geratnen Locken, / Geschmückt mit Ohrgehängen, welche schwanken, / Und auf der Stirn bedeckt mit feinen Perlen / Wollüstigen Schweißes, und die Augen glänzen / Gar süß ermattet nach dem Liebesspiel ... // So lang dir dieses wird, was brauchst du da / Vischnu und Schiwa und die andern Götter?" Die orthodoxe Kirchenfrömmigkeit hat zu allen Zeiten in der Mystik etwas Bedrohliches gesehen, weil sie in der gesteigerten Gottesliebe zurecht etwas Heidnisch-Erotisches ausgemacht hat. Eben das fehlt den heutigen christlichen Gottesvorstellungen, die deswegen so blass sind. In Bethges "indischer Harfe" begegnen wir einer erotisch-polytheistischen Welt, die von der unsrigen nur einerseits sehr weit entfernt ist. Auch die omnipräsente nachmoderne Sexualität kann sich erotisieren, um so gesteigert zu erfahren, was Lust sein kann. Die in diesem Buch versammelten Gedichte vermitteln uns eine bildhafte sinnliche Präsenz davon. "Ich schreibe Verse, da ich nichts anderes kann" (Karl Ludwig Barkhausen in: Böhmezeitung, Soltau, 8.10.2002)Biographie über den Dichter Hans Bethge ist neu erschienen: Seine Nachdichtungen orientalischer Lyrik sind lebendig.
"In Bethges zeitlos schönen Nachdichtungen sind der lyrische Zauber und die Musikalität chinesischer Poesie unverändert zu spüren. Und so ist der Herausgeberin zu danken und zu hoffen, dass viele Leser sich in dieser Ausgabe an der Schönheit klassischer chinesischer Dichtkunst erfreuen werden."
Zur
Jubiläumsveranstaltung in Kelkheim am 9.12.2001
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Henry-Louis de La Grange Hier meine Übersetzung ins Deutsche
(RB)
Im selben Jahr verliert das Ehepaar
Mahler die ältere Tochter Maria Anna, und kurz darauf
wird bei Gustav Mahler seine schwere
Herzkrankheit diagnostiziert. Alma
schreibt dazu in ihren „Erinnerungen an Gustav
Mahler“: (Mahlers Titel geht auf ein Gedicht des
großen chinesischen Dichters Li-Tai-Po (Li-Bai) aus
der Tang Zeit zurück: es heißt vollständig: Das
Trinklied vom Jammer der Erde.)
Leserzuschrift der Herausgeberin
und Verlegerin Regina Berlinghof Sehr geehrte Damen und Herren, "Das ist altchinesische Lyrik,
kunstgewerblich gekittet von Hans Bethge, Die "kunstgewerblich gekitteten" Verse
in der "Chinesischen Floete" Hans Bethges haben nicht
nur Mahler zu seinem "Lied von der Erde" inspiriert,
sondern auch Arnold Schoenberg, Gottfried von Einem,
Richard Strauss, Anton von Webern und viele andere
Komponisten. Es gibt rund 130 Nachweise von
Vertonungen der Nachdichtungen orientalischer Lyrik
Hans Bethges. "Die chinesische Floete", so der genaue
Titel des ersten Gedichtbandes Hans Bethges mit
Nachdichtungen chinesischer Lyrik, fand aber nicht nur
bei Komponisten, sondern vor allem bei den Lesern
grosse Resonanz und wurde als eigenstaendige
Schoepfung sogar ins Niederlaendische und Daenische
uebersetzt. Die chinesische Floete erreichte seit 1907
eine Auflage von knapp 100.000 Exemplaren. Nicht
schlecht fuer einen Lyrikband! Es ist mir daher eine grosse Freude,
dass ich im Jubilaeumsjahr Hans Bethges in meinem
YinYang Media Verlag beginnend mit diesem Herbst alle
Nachdichtungen orientalischer Lyrik Hans Bethges neu
auflegen und der literarischen und musikalischen Welt
wieder zugaenglich machen kann. Ebenso ist es mir als
Verlegerin und Herausgeberin ein Anliegen, den aus den
orientalischen Regionen zugezogenen Mitbuergern und
ihren Kindern die Schaetze ihrer Dichtkunst und Kultur
auch in der neuen Sprache zu erhalten. Den Anfang
machen "Die Chinesische Floete" und Sa'di der Weise" -
Lieder und Gedichte des persischen Weisen und Dichters
aus dem 13. Jahrhundert. Vielleicht ist es ja auch fuer eine Stuttgarter Zeitung interessant, dass Hans Bethge seine letzten Lebensjahre bei Stuttgart, naemlich in Kirchheim unter Teck, verbracht hat. Dort befindet sich auch sein Grab. Das Max Eyth Museum hat ihm eine Dauerausstellung gewidmet. Das Literaturarchiv in Marbach pflegt seinen Nachlass. |