Hans Bethge: Omar Khayyam Nachdichtungen der Ruba'iyat des Omar Khayyam (Auswahl) 3. Auflage seit 1921 mit Ergänzungen und Bearbeitungen aus dem Nachlaß Band 8,
154 Seiten,
Eur. 12,50, kt.,
*) Mit Überarbeitungen
und Ergänzungen aus dem Nachlaß Hans Bethges
Hans Bethge, 1913
Wilhelm Lehmbruck: Zeichnung von Hans Bethge (1916)
Hans Bethge, 1942/43
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Omar Khayyam (ca. 1038 –
1122) ein persischer Dichter, Naturwissenschaftler, Skeptiker und Freigeist Zu seinen Lebzeiten war Omar Khayyam berühmt als genialer Naturwissenschaftler, Astronom und Mathematiker. Sein Kalender war genauer als der 500 Jahre spätere Gregorianische Kalender. Er berechnete Lösungen kubischer Gleichungen, die erst von Descartes fortentwickelt wurden. Sein Denken, basierend auf der griechischen Philosophie, beruhte auf Fakten und auf Logik – darum wurde er von der orthodoxen Geistlichkeit der Ketzerei verdächtigt. Seine innersten Gedanken schrieb er insgeheim in vierzeiligen Versen nieder: es sind feurige bis melancholische Liebesgedichte, skeptische Fragen zum Dasein und zur menschlichen Existenz, spöttische Anmerkungen zu den geistigen und religiösen Autoritäten bis hin zu kritischen Fragen an Allah selbst und Zweifeln an seiner Gerechtigkeit. Ein muslimischer Selbstdenker und Aufklärer lange vor der Epoche der Aufklärung. Nur wenige seiner Verse wurden zu seinen Lebzeiten (wenn überhaupt) veröffentlicht. Erst die kongeniale Übertragung seiner Verse (Rubai’yat) ins Englische durch Edward Fitzgerald im 19. Jahrhundert machte Omar Khayyam im Westen berühmt und verhalf ihm zu neuer Anerkennung auch in seiner Heimat. Einige Kostproben aus dem Band weiterführende
Literatur:
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