
Mirabai: Liebesnärrin
Die
Verse der indischen Dichterin
und Mystikerin
Aus
dem Rajasthani übertragen von Shubhra
Parashar
mit umfangreichem Anmerkungsteil,
Glossar und Kurzessays zu Mirabai,
Krishna und Bhakti
268 Seiten, Eur. 14,00, br.
ISBN 3-935727-09-7
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MIRABAI
Liebesnärrin
Die Verse der indischen Dichterin
und Mystikerin
ZUR DEUTSCHEN ERSTAUSGABE
Die indische Prinzessin und Krishna-Verehrerin
aus dem 16. Jahrhundert, die am Hofleben keinen
Geschmack fand und zur größten Mystikdichterin
Indiens wurde, ist eine der faszinierendsten
Frauen der Literatur- und Religionsgeschichte.
Im deutschen Sprachraum nahezu unbekannt, werden
ihre Lieder auf dem indischen Subkontinent bis
heute gesungen, rezitiert, in Buchform und
digital auf CD aufgelegt, von den Radiostationen
ausgestrahlt und von den Menschen unabhängig von
ihrer Religionszugehörigkeit und Kaste gehört
und geliebt. Ihr Leben wurde zum Gegenstand
eines Spielfilms, im Internet gibt es unzählige
Webseiten über sie und ihr Werk. Der kürzlich
erschienene Roman von Kiran Nagarkar „Krishnas
Schatten“ (Cuckold (!) ) dreht sich um Mirabai,
dargestellt aus der Sicht des unglücklichen
jungen Ehemannes, mit dem sie nach ihrem Willen
nur offiziell verheiratet war. (Siehe hierzu
auch Nagarkars Nachwort zu Mirabai)
Amerikanische Universitäten haben Mirabais
Verse in den Kanon der Weltliteratur
aufgenommen und zur Pflichtlektüre der
Studenten der Literaturwissenschaft gemacht.
Die Mystikdichterin steht gleichberechtigt
neben Hafis, Rumi, Kabir, Johannes vom
Kreuz, Hildegard von Bingen, Roswitha von
Gandersheim und der Sufi-Mystikerin Rabia
al-Adawiya.
Den Weg in den Westen fanden ihre Verse
hauptsächlich durch englische und
französische Übersetzungen 1) . In seiner
Anthologie „Mystische Lyrik aus dem
indischen Mittelalter“ von 1923 hat Paul
Althaus einige Verse der Mirabai auf
deutsch veröffentlicht. Aber bis heute
gibt es von ihr keine deutschsprachige
Werk- oder Teilausgabe.
Durch einen Vortrag des Frankfurter
Religionswissenschaftlers Edmund Weber in
der Reihe „Die Macht der Religion und die
Kraft der Frauen“ wurde ich Anfang 2001
zum ersten Mal auf Mira aufmerksam.
Mirabais eigenwillige, eigenständige
Persönlichkeit und die vorgebrachten
Versbeispiele beeindruckten, ja
begeisterten mich so sehr, daß ich mir
vornahm, eine deutsche Übersetzung ihrer
Verse herauszubringen. Die ersten
Versuche, einen Übersetzer aus der
Originalsprache zu finden, liefen alle ins
Leere. Dank einer glücklichen Begegnung
auf der Frankfurter Buchmesse 2003
erfüllte sich mit Shubhra Parashar, einer
deutsch-indischen Indologin (M.A.),
endlich mein Wunsch, dazu noch weit über
alle Erwartungen hinaus. Die
Übersetzungsarbeit lief so gut, daß wir
die ursprünglich geplante Auswahl von etwa
hundert Versen bald auf die gesamten 202
Verse der kritischen Caturvedi-Werkausgabe
erweitern konnten. Shubhra Parashar hat
sich der Übersetzung mit unermüdlichem
Einsatz gewidmet. Ihr und ihrer
einfühlsamen, lebendigen Übertragung gilt
mein ganz tiefer und herzlicher Dank.
1) englisch:
A. J. Alston, Andrew Schelling, Robert
Bly und Jane Hirshfield, Louise Landes
Levi
französisch: Nicole Balbir, erschienen
in der Reihe: Ed. les belles lettres
Collection le monde indien UNESCO 1979
Die Übersetzung folgt der kritischen
Standardausgabe von 1976: Mirambai ki
Padavali, herausgegeben von Parashuram
Caturvedi. Ergänzend wurde die
Bhati-Ausgabe herangezogen.
Zur
deutschen Buchausgabe
Einige Kostproben aus dem Band
(ohne Anmerkungen):
insgesamt sind es 202
Verse
Über
Mirabai
Stimmen
zu Mirabai
(Kiran Nagarkar, Autor des
Romans "Krishnas Schatten)
und Ulrich Holbein in
"konkret", Mai 2006)
Links
zu Mirabai
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