Leserreaktionen 
Uta Franck
Der Prinz im Schaffell

Märchen für Kinder und Erwchsene mit Bildern von Claus Nothdurft

150 Seiten,  Eur 12,50
ISBN 3-9806799-4-2

Beate von Devivere, Schriftstellerin:

Glücklich und glaubhaft

„Die Prinzessin ...schaute in die herrliche Krone eines Baumes und beschloss, dort zu wohnen...Sie machte sich sofort an die Arbeit und fing an, ein Baumhaus zu zimmern...“ Ein rothaariger Gänsejunge war „so schön, daß ein Königssohn sich augenblicklich in das vermeintliche Mädchen verliebte, es mit auf sein Schloss nahm und prachtvolle Kleider schenkte. Doch durfte es in der kommenden Zeit, Gefangene des Prinzen, „den Schlossgarten nie mehr verlassen.“ Hat dieser Gänsejunge schließlich seine Rolle wieder, ganz freiwillig,  zurückgetauscht? - Eine andere Prinzessin fürchtet sich „vor allen Dingen vor einem langweiligen Mann...“ In diesem märchenhaften Land der Geschichten gibt es auch geradezu fantastische Wendungen wie diese: „Da stieg der König von seinem Thron und machte der Prinzessin Platz...“ :
Die Autorin Uta Franck, seit vielen Jahren erfolgreiche Märchen-Schreiberin, hat ein neues Märchenbuch vorgelegt, das gut und gerne als neuzeitlicher Klassiker  zu bezeichnen ist. Franck hält sich an das überlieferte Format der Volksmärchen, wonach alle Konflikte eine irgendwie gerechte Lösung finden. Die Erzählungen verbinden auf glückliche und glaubhafte Weise Realistisches und Magisches  und schließlich  waltet eine ausgleichende Gerechtigkeit. Francks Märchen kommen nie penetrant tümelnd  oder gespreizt nett daher. Vielmehr versteht es die Autorin, durch Inhalt und Sprache dieses klassische Format pfiffig, humorvoll und zeitgerecht zu gestalten. Gut vorstellbar, daß gestreßte Fach- und Führungskräfte mit diesen Geschichten inspiriert werden, einmal einen anderen Blick auf die Welt mit ihren Konflikten und Widersprüchen zu werfen. Alles in allem: Leser oder Zuhörer finden sich bei diesen Märchen in ihrer Welt mit all ihrem Zauber und Schrecken, ihre diesseitigen und jenseitigen Beziehungen, ihre Wünsche und Lösungen so wunderbar wieder, daß nach der Lektüre auch manche reale Situation plötzlich auf märchenhafte Weise ganz neu erscheint.

 
Verena Zeltner, Kinderbuchautorin: Jedenfalls habe ich nun "Der Prinz im Schaffell" mit großem Vergnügen gelesen. Ich finde es unwahrscheinlich, wieviel Ideen Du hast und was für wunderschöne Worte, z.B. nur einmal das "Siebentier" aus dem "Baumhaus" "Hans im Dornenschloss ist auch herrlich - ach, ich kann wirklich nicht alles Schöne aufzählen. Es macht einfach Freude, Deine Geschichten zu lesen.
Jedenfalls werde ich ganz bestimmt noch öfter in Dein Buch hineinschauen und mich an Deinen Geschichten freuen.
 
Daniela Dahlmann-Ritsch, Märchenerzählerin: Sind die Märchen schön!! Durch die Renovierungsarbeit hatte ich Einschlafstörungen, aber da gab es ja Deine Märchen. Das half wunderbar, nach 1-2 Märchen, die es mir ermöglichten in eine andere Gemütsverfassung zu kommen, habe ich dann wunderbar geschlafen.
Ich wußte gar nicht, daß Du so was Schönes geschrieben hast, super. Schön finde ich an Deinen Märchen daß Männer bzw. Prinzen sensibel bzw. lernfähig dargestellt
wurden (Prinz im Schaffell, Bücherprinz) und die Frauen sich gut emanzipiert haben, also finde ich, daß die Märchen trotz ihrer phantasievollen Handlung gut
in unsere heutige Zeit passen.
Ich bin fast durch und werde, wenn ich wieder Märchen erzähle, einige lernen wie: Die Tränen des Lebens, Die schöne Müllerstochter, Der Prinz im Schaffell, Das heimatlose Weihnachten und andere vorlesen.
Jens F. Dwars, Jena,
in:
Palmbaum 2002
Heft 3+4


Es gibt sie noch: echte Märchen. Geschichten von verwunschenen Prinzen und mutigen Prinzessinnen, vom König, der nicht mehr regieren kann, solange er seinen gerechten Zorn nicht wiederfindet, und von dem Ehemann, dem die Schimpfworte zu Eisstacheln im Mund gefrieren, bis der feurige Kuss einer Hexe ihn erlöst.

Uta Franck aus dem Nachbarland Hessen hat diese Märchen frei erfunden, für kleine und große Leser von heute, doch so wundervoll einfach erzählt, als seien sie Teil einer langen Überlieferung.

Und das beste: nicht nur Illustrationen sind in kräftigem Schwarz-Weiß gehalten, auch die Schönheit der 28 Geschichten schimmert über jenen Abgründen, aus denen jedes wahre Märchen seine Magie bezieht. Wie das von der Prinzessin im Baumhaus, die mit ihrem Prinzen am Tag von den Früchten des Baumes lebt, während sie des Nachts als Siebentier zarte Lämmer reißt.

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